Backofen Vorheizen & 10 Tipps zum Stromsparen

Backofen & Ceranfeld Infos

Backofen Vorheizen

Warum den Backofen vorheizen?

Der Grund dafür einen Backofen vorzuheizen ist denkbar einfach.

Unterschiedliche Backofen-Modelle brauchen unterschiedlich viel Zeit, um die eingestellte Backtemperatur zu erreichen. Bei einem sehr teuren und modernen Gerät dauert das Vorheizen auf 200 °C vielleicht nur noch 10 Minuten, wobei ein eher älteres Modell 15 - 20 Minuten benötigt.

Klicken Sie hier für mehr Informationen über Energieeffizienzklassen.

Folglich ist auch die gesamte Backzeit beispielsweise für eine Pizza in einem alten Backofen höher, als die Backzeit in einem Neugerät, wenn auf das Vorheizen verzichtet wird.

Aus diesem Grund wird in vielen Rezepten in Kochbüchern oder aus dem Internet angegeben, dass der Backofen auf eine bestimmte Temperatur vorgeheizt werden soll. So kann die Backzeit relativ genau angegeben werden.

Denn bei manchen Gerichten ist eine gleichmäßige Wärmezufuhr Voraussetzung für einen guten Geschmack.

Backofen Vorheizen - Vorteile

Für spezielle Speisen ist das Vorheizen eines Backofens definitiv anzuraten. Wird darauf verzichtet, kann es passieren, dass das Essen nach der eingestellten Zeit zwar warm und gar ist, jedoch lässt dessen Konsistenz möglicherweise zu wünschen übrig - die Pizza ist nicht wie gewohnt knusprig sondern weich.

Wenn Sie Ihren Backofen vorheizen, sind Sie also auf der sicheren Seite.

Backofen Vorheizen - Nachteile

Der erste und wichtigste Nachteil einen Backofen vorzuheizen liegt darin, dass Sie im Vorfeld zusätzliche Energie aufbringen müssen, um den Ofen zu erwärmen. Dies ist mit Mehrkosten verbunden und ist nicht gut für die Umwelt.

Ein Backvorgang mit Vorheizen verbraucht bis zu 20% mehr Energie, als ein Vorgang, bei dem auf das Vorheizen verzichtet wird.

Weiterhin wird der Backprozess in die Länge gezogen, weil das Vorheizen natürlich Zeit für sich beansprucht.

Fazit

Indem Sie auf das Vorheizen verzichten, können Sie Strom und damit Geld sparen.
Dennoch sollten Sie bei bestimmten Gerichten nicht darauf verzichten, um sie nicht geschmacklich zu verderben.

10 Tipps zum Stromsparen

Auch wenn die Energieeffizienz von Backöfen, Kochfeldern und weiteren Haushaltsgeräten immer besser wird, verursachen diese immer noch bis zu 45% des Stromverbrauchs in privaten Haushalten.

Bereits mit kleinen Handgriffen kann man diesen Anteil bedeutend senken. Man muss sich diese Handgriffe nur einmal bewusst machen und in den Alltag integrieren, um Energie und Geld zu sparen.

stromsparen backofen und ceranfeld 2

  1. Wenn Sie bewusst auf den Stromverbrauch in Ihrem Haus achten und Ihnen das Stromsparen ein wichtiges Anliegen ist, dann ist eine Möglichkeit, den Backofen oder die Kochplatte bereits vor Ende der Backzeit und Kochzeit auszuschalten.
    Backofen und Kochplatte heizen noch eine Weile nach, sodass das Essen weiter garen kann.
  2. Öffnen Sie die Backofentür während des Backens nur so oft wie nötig und so kurz wie möglich, damit nicht zu viel Wärme aus dem Backofen entweicht und so unnötig Energie verloren geht.
    Wird die Tür des Backofens 3 mal pro Stunde geöffnet, steigt der Energiebedarf um 10%.
  3. Je mehr Speisen auf einmal im Backofen platziert und gebacken werden, desto mehr Energie können Sie einsparen!
  4. Im Vergleich zur Ober-/Unterhitze ermöglicht es die Umluftfunktion des Backofens, 20 - 25 °C niedrigere Temperaturen für den Garvorgang auszuwählen - bei gleicher Gardauer!
    Mehr Infos zu den einzelnen Betriebsarten eines Backofens gibt es hier.
  5. Die pyrolytische Reinigungsfunktion, mit denen manche Backöfen ausgestattet sind, ist extrem leistungshungrig. Gebrauchen Sie diese Funktion also nur sehr selten!
    Detaillierte Informationen zur pyrolytischen Reinigung finden Sie in diesem Artikel!
  6. Glaskeramik-Kochfelder, speziell Induktionskochfelder sparen im Vergleich zu gusseisernen Kochplatten bis zu 40% Energie.
  7. Erwärmen Sie Wasser, bevor Sie es in den Kochtopf geben und das Kochfeld anschalten, stets zuvor mit dem Wasserkocher. Dieser arbeitet beim Erwärmen des Wasser sehr viel effizienter.
  8. Weniger ist mehr: Zum Garen von Gemüse oder Kartoffeln reicht es vollkommen, lediglich den Boden des Topfes mit Wasser gut zu bedecken. Sie wollen Ihr Essen schließlich garen und nicht ertränken.
  9. Verwenden Sie beim Kochen mit einem Topf immer einen Deckel und achten Sie darauf, dass die Topfgröße nicht die Größe des Kochfelds unterschreitet. Sonst geht Wärme unnötig verloren.
  10. Am besten ist es, wenn Sie einen Dampfkochtopf einsetzen. Dieser arbeitet bis zu 50% effizienter.

Weiterführende Links:

  • Backofen & Ceranfeld Entsorgen. Ist der Backofen oder das Ceranfeld erst einmal kaputt, müssen die Geräte sachgemäß entsorgt werden. Das geht nicht einfach über den normalen Hausmüll, denn beides gehört zur Kategorie Elektroschrott. Was es für Möglichkeiten zur Entsorgung gibt erfahren Sie hier!
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