Ceranfeld – Allgemeines & Verschiedenen Ausführungen

Backofen & Ceranfeld Infos

Ceranfeld - Allgemeines

Ein Ceranfeld (auch Cerankochfeld) ist ein Kochfeld mit einer glatten und porenfreien Oberfläche, welche aus Glaskeramik gefertigt ist.

Ceran ist dabei ein eingetragener Markenname der Schott AG, welche als erstes deutsches Unternehmen Glaskeramikkochfelder bzw. Ceranfelder herstellte.

Lithium-, Aluminium- und Siliziumoxid sind die Hauptbestandteile eines Ceranfeldes, welches Temperatursprünge von bis zu 750 °C unbeschadet überstehen kann.

Glaskeramik besitzt eine hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung bei gleichzeitig praktisch keiner Wärmeausdehnung.

Arten von Ceranfeldern

Anders als die meisten Leute glauben, wird ein Ceranfeld nicht zwangsweise nur mit Heizspiralen betrieben. Die Ausführung als Induktionskochfeld oder Halogenkochfeld ist ebenso möglich.
Ausschlaggebend ist nur, dass bei einem Ceranfeld die Oberfläche durch eine Glaskeramik gebildet wird.

Was die meisten Elektrokochfelder gemein haben, ist eine Mittenvertiefung, sodass sich eine Kochplatte in der Mitte beim Aufheizen nicht anhebt. Aufgestellte Töpfe und Pfannen stehen so stabil auf der Kochplatte und wackeln nicht.

Ceranfeld mit Heizspiralen

Die verbreitetste Ausführung einer Cerankochfeldes ist die mit Heizspiralen direkt unterhalb der Glaskeramik-Oberfläche.

Die Heizelemente erhitzen und geben eine infrarote Wärmestrahlung ab, welche durch die Glaskeramik tritt und den Bodes eines Topfes oder eine Pfanne erwärmt.

So wird Wärme bei einem Ceranfeld mit Heizspiralen hauptsächlich durch Wärmestrahlung und nicht Wärmeleitung übertragen.

(Gusseisenplatten aus Eisen oder Stahl übertragen Wärme hingegen ausschließlich durch Wärmeleitung. Deshalb dauert die Aufheizung deutlich länger.)

Der Anschaffungspreis eines Ceranfeldes mit Heizspiralen ist relativ niedrig. Spezielles Geschirr ist nicht nötig.

Ceranfeld mit Induktion

Auf Induktionsfelder wird in diesem Artikel detailliert eingegangen.

Ceranfeld mit Halogen

Halogen-Kochzonen: Hier wird die Hitze durch Halogenstrahler produziert. Da die Temperatur, die dabei erzeugt wird, höher ist als bei einem konventionellen gusseisernen Kochfeld, ist nur wenige Sekunden nach dem Einschalten die volle Leistung erreicht.

Vorteile

Alle Arten von Ceranfeldern zeichnen sich durch einen verhältnismäßig geringen Energieverbrauch aus. Dieser unterschreitet den Verbrauch eines Kochfeldes aus Gusseisenplatten zwischen 25 - 50 %.

Zwei- und Dreikreiszonen können mit Töpfen und Pfannen unterschiedlicher Größen verwendet werden ohne, dass Energie ungenutzt verschwendet wird.

Weil die Wärmeleitfähigkeit eines Ceranfelds derart klein ist, heizt sich der Bereich neben den Kochplatten nur kaum merklich auf. So werden große Energieverluste vermieden.

Der Wandel eines Ceranfeldes von warm zu kalt und umgekehrt geschieht zügig. Erhitzte Flächen kühlen so schnell ab, sodass man sich daran nicht mehr verbrennen kann. Darüber hinaus erreicht die Kochplatte schnell die eingestellte Temperatur.

Weiterhin sind Glaskeramik-Kochfelder robust und trotzen mechanischen Belastungen gut.

Die glatte und porenfreie Oberfläche ist leicht zu reinigen und wirkt optisch hochwertig.

Nachteile

Generell besteht bei allen Arten von Ceranfeldern Verbrennungsgefahr aufgrund dessen, dass sich die Glaskeramik erhitzt.

Ceranfeld Reparieren

Ein gesprungenes Ceranfeld zu reparieren ist meist nicht möglich.

Vom Weitergebrauch eines gesprungenen Ceranfeldes raten wir definitiv ab! Sollten Flüssigkeiten durch den Spalt unter die Oberfläche der Glaskeramik gelangen und sich beim Kochen dort aufheizen, könnte das Ceranfeld platzen!

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