Induktionskochfeld – Funktion, Vorteile, Nachteile




Backofen & Ceranfeld Infos

Die genaue Funktionsweise eines Induktionskochfeldes ist den meisten Leuten nicht genau bekannt.

Aufschluss darüber bietet der folgende Artikel.

Abgesehen von der Funktionsweise erhalten Sie auch Informationen über Vor- & Nachteile von Induktionskochfeldern und weitere Hinweise.




Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?

Die Spulen unterhalb der Glaskeramik eines Induktionskochfeldes erzeugen magnetische Wechselfelder, wenn Strom durch diese Spulen fließt.

Befinden sich ferromagnetische Töpfe oder Pfannen in diesen Wechselfeldern, entstehen Wirbelströme in den Wänden und Böden des Kochgeschirrs.

Weil das Geschirr wie ein ohmscher Widerstand wirkt, vergleichbar mit einer Glühbirne, entsteht aufgrund der erzeugten Wirbelströme Wärme.

(Diese Wärme macht ca. 2/3 der Heizleistung eines Induktionskochfeldes aus. Das restliche Drittel entsteht durch Ummagnetisierung, auch Hysterese genannt.)

 

Induktionskochfeld_Spule

Quelle: Wikipedia - Autor: Wdwd

Dickwandige Pfannen und Töpfe erzeugen Wärme besonders effizient.

Wird das Kochgeschirr vom Kochfeld genommen, stoppt die Aufheizung augenblicklich. Kurze Zeit später sorgt ein Temperatursensor für eine automatische Abschaltung des Induktionsfeldes.

Vorteile

Ein Induktionskochfeld erwärmt Speisen extrem schnell. Ein Test hat gezeigt, dass dieselbe Menge Wasser in einem Topf von einem Induktionsfeld schneller zum Köcheln gebracht werden kann, als von einem Wasserkocher und sogar einem Gasherd.

Ein Ceranfeld mit Induktion wird nur aufgrund der vom Kochgeschirr abgegebenen Rückwärme heiß. So entsteht Wärme nur dort, wo sich auch ein Kochtopf oder eine Bratpfanne befindet.
Doch im Vergleich zum Induktionsfeld mit Heizspiralen geschieht der Vorgang des Heißwerdens bei Induktionskochfeldern deutlich langsamer und ist schwächer.




So brennen überkochende Speisen weniger stark an, sodass das Kochfeld einfach zu reinigen ist.
Die Verwendung eines Topfes, welcher kleiner als die Kochplatte ist, ist hinsichtlich Verbrennungsgefahr unproblematisch.

Die Energieeffizienz eines Cerankochfeldes mit Induktion ist die höchste aller Ceranfeld-Varianten. Bis zu 40% Strom kann gegenüber einer Gusseisenplatte eingespart werden.
Zurückzuführen ist dies darauf, dass Energieverluste durch Konvektion, Wärmestrahlung und Wärmeleitung sehr gering sind.

Die Wärmeregulierung mithilfe eines Induktionkochsfeldes verläuft präzise, weil die Kochplatten nicht erst auf niedrigere Temperaturen abkühlen müssen.

Nachteile

Der Preis für ein Induktionskochfeld ist vergleichsweise hoch. Grund dafür ist die verbaute Elektronik unter dem Ceranfeld.

Eine zusätzliche Anschaffung induktionsgeeigneter Pfannen und Töpfe ist notwendig, sollten Sie sich dazu entschließen, auf die energiesparende Induktionstechnik zu setzen:

Kochgeschirr für ein Induktionskochfeld

Induktionsgeeignete Pfannen und Töpfen sind aufgrund des verwendeten Materials magnetisch. Für eine erhöhte Wärmeleitfähigkeit wird diese Magnetisierbarkeit jedoch häufig auf den Randbereich des Geschirrbodens beschränkt.

Üblicherweise sind für Induktion geeignete Töpfe und Pfannen mit einem kleinen quadratischen Symbol gekennzeichnet (Drahtwendel einer Spule, siehe Bild).

Getestet werden kann die Tauglichkeit mithilfe eines Magneten. Bleibt dieser am Topf-/Pfannenboden haften, ist das Geschirr ferromagentisch.

Edelstahltöpfe können nur dann eingesetzt werden, wenn dieses magnetisierbar ist. Dies ist nicht bei jedem Edelstahl der Fall!

Die Topfgröße sollte einen Durchmesser von 12 cm nicht unterschreiten, weil in der Mitte des Kochfeldes keine Leistung übertragen wird.

Induktionskochfeld klein

Wird Kochgeschirr verwendet, welches den Durchmesser der aktiven Fläche des Induktionsfeldes übersteigt, wird nur der Teil des Geschirrs induktiv beheizt, welcher nicht über die aktive Fläche hinausragt.

Achtung

Bei Induktionsfeldern befindet sich relativ viel Technik nicht sichtbar unterhalb des Ceranfeldes. Diese Technik bringt eine gewisse Einbauhöhe mit sich, welche zu berücksichtigen ist.

Weiterführende Links: